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Wie sehr prägt dich dein Umfeld? Und umgekehrt – wie sehr prägst du dein Umfeld?

Aktualisiert: 8. Sept. 2023



Habe ich Einfluss darauf? Und wenn ja, welchen?


Ich habe mir gerade zu dem 5-Menschen-Prinzip von Jim Rohn das mich schon längere Zeit begleitet, wieder einmal so meine Gedanken gemacht, weil ich es als Impuls in meiner Impuls-Serie „Selbstzweifel ade – Selbstwirksamkeit olé“ eingearbeitet habe. Diese Serie zielt darauf ab, dich in Bewusstwerdens-Prozessen zu begleiten. Dich in deiner Individualität zu erfassen, aber auch, dich in und mit deinem Umfeld in die Beobachtung zu bringen. Dir Dynamiken aufzuzeigen, um damit umgehen und gestärkt an neue Herausforderungen heran gehen zu lernen.


Ließ gerne nach, ob dich diese Impuls-Serie eventuell auch gerade abholt und du in Sachen Selbstzweifel ade ein „freshup“ nach dem Sommer gebrauchen kannst, bzw. den Turbo einschalten möchtest, dir deiner eigenen Prioritäten bewusst zu werden, um erst Schritte, ausgerichtet an deinen Zielen, trittfest zu setzen … Hier kommst du zum Onlinekurs.


Den Ansatz von Jim Rohn finde ich unglaublich spannend. Das Prinzip besagt, dass wir im Durchschnitt die fünf Personen sind, mit denen wir am meisten Zeit verbringen. Diese Personen haben einen erheblichen Einfluss auf unsere Gedanken, Einstellungen und letztlich unser Verhalten. Ein Grund mehr für Jim Rohn, sorgfältig auszuwählen, mit wem wir uns umgeben.



Er zielt in diesem Prinzip stark darauf ab, dass wir über Einstellungen, Sichtweisen, Verhalten und letztlich Handlungen unseres Umfeldes geprägt werden. Bei ihm geht es in erster Linie um Prägung und Sozialisierung.


So wirft er z.B. die Fragen auf, warum sich der enge Freundeskreis, der/die Partner:in beginnt anzugleichen? In der Mimik, der Gestik, der Ausdrucksweise.

Ja, sogar in der Art zu denken.

Schau dich doch einmal in deinem Umfeld um. Vielleicht kannst du gerade feststellen, dass..


… ihr ähnlich erfolgreich und willensstark seid

… ihr ähnlich verdient

… ihr ähnlich tiefgründig und reflektiert seid

… ihr ähnliche Interessen habt

… ähnliche Lebenseinstellungen und/oder politische Einstellungen vorhanden sind

… sich auch die Wertebasis ähnelt.


Die Antwort darauf heißt „Anpassung“. Nicht ausgestoßen zu werden, liegt diesem (Steinzeit-)Verhalten zu Grunde. „Pacen“ – ein Ausdruck aus dem NLP (Neurolinguistische Programmierung) geht noch einen Schritt weiter. „Pacen“ beschreibt, wie wir unsere Mimik, Gesten und unsere Ausdrucksfähigkeit dem Gegenüber anpassen, um Vertrauen aufzubauen. Rapport aufbauen, um zu gefallen. Um sich ähnlich zu fühlen.


Über die Jahre passt du dein Verhalten also stark dem deines Umfelds an. Das kann positiv wie negativ sein. Manches fühlt sich so „normal“ an. So angepasst. Nur nicht „auffallen“, aus der Reihe tanzen. Hinterfragen, Umdenken oder anders denken. Aus Mustern auszusteigen verlangt nach hohem Energieeinsatz. Und dafür ist unser Gehirn oftmals nicht bereit, gilt es schließlich Energie zu sparen.


Bedenke! Dein Gehirn betrachtet hierfür den Energieverbrauch als erste Entscheidungsinstanz und nicht unbedingt, ob dir dieses Verhalten mittel- und langfristig für deinen Weg, deine Wünsche und Ziele dient.



Das ist die eine Sicht auf dieses Thema. Du bist das Umfeld der fünf Menschen, die dich umgeben.


Wenn man jetzt dieses Prinzip noch weiterdenkt, nämlich in Kombination mit Human Design – der Kraft- und Potenzialanalyse mit der ich so gerne arbeite – steckt meiner Meinung nach nicht nur die Angst, verstoßen zu werden oder sich anpassen zu wollen, um das Vertrauen des anderen zu gewinnen, dahinter, sondern schlichtweg auch eine energetische Beziehungsdynamik bzw. Wechselwirkung die im Zusammenspiel entsteht.


Du kannst dir das so vorstellen:

Vereinfacht gesagt zeigt dir Human Design auf, mit welchen Potenzialen, Talenten und Kompetenzen du „ausgestattet“ wurdest, um dein Leben zu leben. Diese Potenziale entwickeln sich über die Jahre. Über unterschiedliche Zyklen und Lehrmeister:innen, in Form von Menschen, die durch ihre Energie in dein Feld kommen und gewissen Themen in den Fokus rücken. Dir, sozusagen, Unterschiedliches abverlangen, wodurch sich auch deine Herangehensweise, deine Denk- und Sichtweise, dein Charakterwesen sowie deine Potenziale und Kompetenzen zeigen, entwickeln und ausprägen dürfen.





Manch Potenzial wirst du eventuell lange brach liegen lassen, bis zu dem Moment, wo du durch Außen – durch Situationen und Menschen - oder das Leben an sich in dieses Lernfeld gebracht wirst und es ausbilden darfst (kannst oder musst).


So werfen unterschiedliche Personen, in ähnlichen Situationen, andere Charaktereigenschaften, Potenziale und Talente ins Rennen und, entwickeln sich dementsprechend, in einem eventuell ähnlichen Umfeld, trotzdem unterschiedlich. Ihnen entsprechend. Bringen jenes ein, was ihnen dafür von Geburt an, an die Hand gegeben wurde, um diese Situation – ihrer Energie entsprechend – zu meistern.


Im Wechselspiel von elektromagnetischer Anziehung entwickelst du in der Anwesenheit einer Person X, deine Potenziale A bis D und in Anwesenheit einer anderen Person eventuell C bis G oder Y bis Z. Ihr schließt euch elektromagnetisch ein Lernfeld. So findet Wachstum statt.


Lass dich doch gerne einmal auf dieses Beobachtungsspiel ein:


Nicht – wo ähnle ich der Person, weil ich mich ihr anpasse und automatisch das eine oder andere übernommen habe – aus Gewohnheit, Einfachheit, Anpassung, etc. sondern…

  • Wie bist bzw. verhältst du dich mit einer speziellen Person? Und wie mit einer anderen?

  • Was wird in dir positiv oder aber vielleicht auch negativ „getriggert“?

  • Verhältst du dich in der Anwesenheit jeder Person gleich? Oder doch anders?

  • Merkst du, dass, in der der Anwesenheit einer Person, spezielle Themen an die Oberfläche dürfen? Z.B. mit der einen Person reflektierst du gerne die Vergangenheit. Ihr schwelgt in alten Zeiten.

Mit der anderen Sicht richtet sich der Blick eventuell automatisch in die Zukunft und du spürst einen Anteil in dir, der lösungsorientiert denkt.

  • Vielleicht fühlst du dich in der Anwesenheit einer Person besonders sicher. Oder umgekehrt, gestresst und unter Strom. Eventuell unter Druck?

  • Emotional verändert sich deine Balance, wenn Person xy den Raum betritt? Du wirst automatisch wütend, traurig, fröhlich, hoffnungsvoll oder pessimistisch

  • Eine Person zieht dir Kraft. Eine andere wiederum schenkt dir Kraft.


Hier ist nicht nur Sympathie und Antipathie im Spiel. Nicht nur ähnliche Interessen und Ansichten, sondern hier sind auch elektromagnetische Verbindungen ausschlaggebend, die euch Zugang zu speziellen Potenzialen, Sichtweisen, Gedankengängen, Ausdrucksmöglichkeiten, etc. in euch verschaffen.



Im Human Design sind diese elektromagnetischen Verbindungen ein zentrales Konzept. Sie spiegeln die Wechselwirkungen und Einflüsse zwischen den verschiedenen Aspekten der Persönlichkeit zu jemanden anderen wider. Interaktionen und Beziehungen können anhand dieser Verbindungen verstanden und sichtbar gemacht werden.


Dieses Wissen kann dazu genutzt werden, eine synergetische Zusammenarbeit zu ermöglichen. Ein kohärentes und leistungsstarkes Team zu schaffen.


In meinen Business-Coachings kann durch Human Design also dein Chart betrachtet werden, um dich durch diesen Blick „neu“ entdecken zu lernen. Unter dem Motto


„Wer warst du, bevor dir die Welt erzählt hat, wer du zu sein hast“.

Also ganz ohne Sozialisierung, Prägung, ohne Glaubenssätzen, die sich automatisch bilden durften (positiv wie negativ) – ohne Einflussnahme deines Umfeldes. Pur Du. Was dich wiederum entdecken lässt, wo du dich durch all diese Verzerrungen im außen eventuell noch nicht „lebst“.

Du wirst dich dadurch von deinem außen nicht freispielen. Wie auch. Du willst ja nicht als Eremit/in dein Leben fristen. Aber du kannst dadurch einen neuen Umgang damit wählen und damit die Verantwortung wieder zu dir zurückholen.


Jetzt ist es eines sich als Individuum zu betrachten. Ein anderes sich in Beziehungsdynamiken verstehen zu lernen. Du kannst dir die Beziehungsdynamik jeglicher Konstrukte ansehen. Z.B. deine Lebensbeziehungen, deiner engen Arbeitsbeziehungen zu Kolleg:innen, zu Vorgesetzten, Geschäftspartner:innen, Kooperationspartner:innen, Kindern, enger Freunde:innen.


Mit dem Ziel, durch das Bewusstwerden dieser Dynamiken, einen besseren, leichteren, produktiveren und friktionsfreieren, friedlicheren Umgang miteinander zu finden. Unter Einbeziehen dieser Energien kannst du dir ganze Gruppen, Teams und sogar Unternehmen ansehen und über die Energien die entstehen lernen die Dynamik „zu surfen“.


  • Welche Themen zeigen sich in dieser Gruppe?

  • Welche Potenziale bilden sich in Teams heraus?

  • Wie kommuniziert man miteinander?

  • Welche natürlichen Hierarchien bilden sich?

  • Wo zeigt sich eventuell konkurrenzierendes Verhalten? Macht-Rangeleien?

  • Wovon, wodurch, durch wen braucht es eventuell Unterstützung im außen, weil es über die Gruppe, das Team nicht abgedeckt ist?


Auf den ersten Blick mag sich die Komplexität erhöhen, wenn man diese Betrachtungsebene mit einbezieht. Meiner Meinung nach schafft Bewusstsein über Beziehungsdynamiken allerdings erhebliche Erleichterung im Umgang miteinander. Dieses Blickfeld für die Zusammenstellung effizienter und arbeitsfähiger Teams zu nutzen, zahlt sich meines Erachtens absolut aus.



Lass uns aber zum eigentlichen Thema zurückkehren! Wie prägt dich also dein Umfeld?


Unter dem oben beschriebenen Aspekt wird aus meiner Sicht noch deutlicher, dass ein spezielles Umfeld, ganz individuelle Themen in dir an die Oberfläche holt. Du dich also in deinem Umfeld ganz – auch der Energie dieses Umfelds entsprechend – entwickelst.

Es gibt hier kein gut oder schlecht. Aber es zeigt natürlich, dass dich ein konstantes Umfeld stark in der Entwicklung gewisser Fähigkeiten, Kompetenzen und Talente fördert, unterstützt, ja auch herausfordert. Je nach dem ;-)


Es zeigt gleichzeitig, dass eine Veränderung dieses Umfeldes ganz schön „stürmisch“ sein kann. Oder auch einen Entwicklungs-Boost bereithält! Z.B. der Wechsel eines langjährigen Chefs, die Trennung von einem Lebensabschnittpartners, das Ausziehen eines Kindes oder die Ankunft eines neuen Familien- oder Teamzugangs.


Da sich alles wechselseitig bedingt, ändert sich dementsprechend die Dynamik einer Team- oder Familienstruktur. Dies gilt es meines Erachtens idealerweise zu berücksichtigen. Sich sein Umfeld auszuwählen ist nicht immer so einfach. Klar. Eltern und Geschwister, Lehrer, Chef und Chefinnen sowie Arbeitskollegen:innen kann man sich nicht immer aussuchen.


Es geht meines Erachtens aber auch nicht um gut oder böse. Richtig oder falsch. Harmonisch – disharmonisch. Leicht – schwer. Es geht – wie immer bei mir – um Bewusstsein. Bist du dir gewisser Themen – die dadurch entstehen, die durch gewisse Personen an die Oberfläche kommen – bewusst, wird der Umgang dadurch um vieles erleichtert. Nicht immer einfacher. Aber klarer.


Du erkennst dich im Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten. Du weißt es einzuordnen. Von einer subjektiven Ebene auf eine objektive zu heben.


Du weißt aber auch umgekehrt, deren Energien für dich zu nutzen. Du weißt dadurch, mit wem du z.B. besonders gerne Konzepte ausarbeitest oder umgekehrt in ein Kundengespräch gehst. Wer sich für dich besser zu einem Brainstorming eignet, eventuelle deinen logischen Part anknipst, eventuell eine kreative Seite in dir anklingen lässt, weil dich Visionäres inspiriert und über Grenzen gehen lässt oder dich automatisch in den Widerstand bringt. Wer dich ergänzt. Wer dich stärkt. Wer dich gegebenenfalls schwächt.


Der Schlüssel zur erfolgreichen Führung und effektiven Teamdynamiken liegt oftmals darin verborgen, die Vielfalt der individuellen Persönlichkeiten und Verhaltensweisen zu verstehen und zu nutzen. Rollen und Aufgaben themenspezifisch zuzuordnen. Teams immer wieder neu – deren Energie und Schwerpunkte entsprechend – aufzustellen.


In einer Zeit, in der die Arbeitswelt ständig im Wandel ist und die Anforderungen an Führungskräfte und Teams immer komplexer werden, ist es entscheidend, neue Ansätze zu finden, um das Beste jedes Einzelnen zu fördern und dafür Sorge zu tragen, Talente, Potenziale und Energien ideal im Team bzw. im Projekt einzusetzen.


Wenn man – durch die oben beschriebene elektromagnetische Verbindung - noch einen Schritt weiter gehen mag, gilt es nicht nur jeden einzelnen für sich betrachtend zu fördern, sondern die sich daraus ergebende Teamdynamik durch das Miteinander mit einzubeziehen.


Klingt komplex. Ist es auch fürs Erste. Aber glaub mir, dieser Blick zahlt sich aus. Es ist so spannend in diese Beobachtung einzusteigen. Ein wunderbarer Nebeneffekt ist, dass ständiges Bewerten wegfällt. Jeder kann angenommen werden wie er/sie ist. Mit all den Stärken und Dynamiken die sich durch diese eine Person zeigen.


Im Gegenteil. Die befruchtenden Aspekte können gezielt eingesetzt und in den Vordergrund gestellt werden. Die einhergehenden Lernthemen können durch diesen „Blick“ aufgedeckt und offen angesprochen werden. Es kann ein gänzlich neuer Umgang miteinander damit festgelegt werden. Es können Rollen klarer ausgesprochen werden. Es können gezielte Ansätze für Kommunikation, Delegation und Motivation gewählt werden. Erwartungen anders angesprochen und geklärt werden. Themen bekommen eine Stimme, können benannt und damit leichter gelöst werden.


Also ja. Sieh dir dein Umfeld, in dem du dich tagtäglich bewegst, genau an. Sieh, was es in dir zum Strahlen bringt. Sei dir umgekehrt deiner Dynamik bewusst. Was triggerst du im anderen? Was für Energie bringst du in ein Team, in eine Gruppe, eine Familie, ein Unternehmen ein?


Dort, wo du Einfluss nehmen kannst, suche dir genau aus mit wem du mehr Zeit verbringen möchtest, weil er/sie deine aktuellen Ziele und Visionen stärkt und nicht schwächt.


Dort, wo du es nicht beeinflussen kannst, gehe in die Beobachtung oder lass es dir durch Human Design einmal schwarz auf weiß bildlich darstellen, welche Themen und Energien hochpoppen und wie du dieses Wissen zukünftig für dich/euch effektiver nutzen kannst.


Und bedenke, du hast immer die Wahl letztlich zu entscheiden, wie du mit diesem Wissen umgehst. So kannst du z.B. deine Trigger wahrnehmen, sie aber nicht verstärken. Du kannst produktive Energie wahrnehmen und sie für dich nutzen.


Ich bin mir darüber bewusst. Heute habe ich dich in eine ganz spezielle Gedankenwelt von mir mitgenommen. Ich hoffe, in gut verständlicher Sprache ausgedrückt. Ich beschäftige mich Immerhin schon über 10 Jahre mit dieser Gedankenwelt. Ich durfte schon viele Runden drehen und mich durch unterschiedliche Brillen diesem Thema nähern und immer wieder neue Aspekte dazustellen. Vielleicht ist somit auch noch nicht alles nachvollziehbar für dich. Oder du hast eine gänzlich andere Sicht auf die Dinge.


Wenn du nur für den Moment eines mitnimmst aus diesem Blog-Artikel freut es mich sehr.


Du bist einzigartig. Der andere ist einzigartig. Das Zusammenspiel mit dir und einer Person ist einzigartig. Diese Person im Zusammenspiel mit einer anderen Person ist einzigartig. Anders erlebbar für diese Persn als für dich. In einem Team ergeben sich immer wieder neue einzigartige Dynamiken.

Ist das nicht fantastisch?! Jede/r Einzelne trägt zum Gesamten bei. Jede/r auf seine einzigartige Art & Weise. In jedem Umfeld auf seine/ihre ganz individuelle, jedes Mal neue Art & Weise. Du und andere beeinflussen auf eine ganz einzigartige, individuelle Art & Weise ein Team. Im gegenseitigen Wechselspiel.


Yes! Das Leben ist bunt. Das Leben ist Abwechslung. Das Leben ist ein ständiger Fluss.


Die einzige Konstante ist Veränderung.


In diesem Sinne. Lebe deine Beziehungen. Lebe deine Einzigartigkeit.

Sei dir deiner Einzigartigkeit auf unterschiedlichen Ebenen bewusst. Und nutze diese Erkenntnis für dich und deine Wünsche, Ziele und Visionen.


Alles Liebe,

Tatjana








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