Die Macht deiner Absicht



Wie die einen oder anderen vielleicht schon mitbekommen haben, mache ich derzeit eine geniale Coaching Ausbildung bei Veit Lindau. Nicht meine erste. Aber eine, mit – so habe ich schon vermutet – vielen, für mich neuen, Facetten.


Die Ausbildung geht weit über eine herkömmliche Coaching Ausbildung hinaus. Veit lehrt uns konstruktives, kritisches Denken, dabei driften wir immer wieder in Tiefen des Philosophischen, der Integralen Lebenspraxis oder auch der Metaphysik ab. Es ist ein Gesamtfeuerwerk an Aha-Erlebnissen und eine Ausbildung,


die mich immer wieder auch mit mir selbst in Kontakt bringt und mich freudig in meinem Alltag experimentieren und praktizieren lässt.

Selbst wenn man das Thema schon zu verstehen geglaubt hat, stellt Veit neue Blickwinkel hinzu, die einem noch tiefer tauchen lassen. Wirklich faszinierend. Ich genieße diese Lernreise jedenfalls sehr und möchte euch in diesem Blogartikel gerne Teil haben lassen. In diesem Fall handelt es sich um einen kleinen Wochenimpuls, in dem meines Erachtens allerdings so wie Kraft steckt, dass ich gerne deine ganze Aufmerksamkeit darauf lenken möchte.



Die Macht deiner Absicht. The Power of intention.


Lass uns mit einer Frage starten:

Passiert in deinem Leben aktuell oder schon sehr lange immer wieder etwas, obwohl du es so nicht willst? Zum Beispiel. Du willst dich nicht streiten – tust es aber doch. Du willst keine Süßigkeiten essen – isst sie aber.

Du willst erfolgreich sein – bist es aber nicht so, wie du es gerne wärst. Du suchst vielleicht schon lange eine/n Partner/in – findest aber keine. Dein Job frustriert dich und du denkst schon lange über einen Wechsel nach, wechselst aber nicht.


Warum diese Fragen bisher ungelöst geblieben sind, liefert dieser Erklärungsansatz.


Und du wirst sehen, der hat es in sich!


Du suchst die Entschuldigungen bis dato vielleicht im Außen und rechtfertigst ein Nicht-Erreichen durch äußere Umstände – dein/e Partner/in ist schuld, dein Arbeitgeber, deine Erziehung, Glaubenssätze, die derzeitig angespannte Lage, deine Familiensituation, etc.


Na, hast du schon etwas gefunden? Etwas, das du dir erzählst ändern zu wollen, aber es bis dato nicht getan hast. Obwohl es dich richtig stört. Eventuell sogar schon sehr lange?


Dann lies doch gerne weiter!


Du sagst dir vielleicht gerade …


… es ist doch nicht meine Schuld. Schließlich sieht sich nicht jeder meinen Umständen ausgesetzt. Die Rahmenbedingungen lassen nicht mehr zu, etc. All die Mechanismen springen an, die deine (verborgene) Absicht schützen wollen. Immerhin geht es um Veränderung. Und das will dein Unterbewusstsein, teils mit allen Umständen, verhindern.


Wenn du an dieser Stelle ehrlich zu dir bist, dann wäre es doch einleuchtend in die Überlegung einzutauchen, dass an den Erklärungsansätzen im außen irgendetwas nicht stimmen kann.


Ich möchte dich - wie Veit mich - für eine andere Perspektive begeistern.


 

„Was, wenn du deinen aktuellen Zustand unter der Oberfläche der Ereignisse genauso gewollt hast?“

 

​Was wäre also, wenn du ein permanentes „Nicht-Erreichen“ in einer Sache nicht auf die äußeren Umstände reduzierst, sondern den Gedanken zulässt, es genauso zu wollen. Dass es, wenn dir das schon seit Jahren so passiert, auch deine (verborgene) Absicht sein könnte. Ich verstehe dich. Im ersten Moment reagierst du jetzt vielleicht etwas empört. Lass uns einmal nachforschen, was der verborgene Nutzen sein könnte, der dem „nicht in die Gänge kommen“ im Wege steht. Vielleicht würde, wenn wir beim Beispiel „ich möchte reich sein“, das Erschaffen von Reichtum,

​Neider auf den Plan rufen, mit denen du dich nicht herumschlagen möchtest. Vielleicht müsstest du, wenn du reich wärest, permanent Entscheidungen treffen, die du derzeit nicht treffen musst. Verantwortung übernehmen, was du mit dem Geld alles anstellst. Du müsstest Steuern zahlen und dir eine/n Steuerberater/in zurate ziehen. Dein vielleicht größter Nutzen, daran festzuhalten, nicht reich zu werden: Du müsstest all die Anstrengungen und Veränderungen, um dort hinzukommen und richtig reich zu sein, nicht auf dich nehmen.

Lass uns hier noch etwas tiefer einsteigen.

Nehmen wir also an, das Außen ist nicht schuld am Nicht-Erreichen deiner Ziele.

Wenn die Begründung aber nicht im außen liegt, könnte es dann an der fehlenden Bereitschaft liegen? Du bist zwar unzufrieden, bringst aber - hart und sicherlich nicht auf alle zutreffend - nicht die Bereitschaft mit, die dafür notwendigen Schritte zu setzen. Vielleicht hat dein Unterbewusstsein auch abgespeichert, dass Erfolg „gefährlich“ ist und dein System hat eine natürliche Barriere dazu aufgebaut?


Hier noch ein weiteres Beispiel zur Veranschaulichung. Wenn du in einer jahrelang frustrierten (Arbeits-)Beziehung feststeckst, dann hast du – dieser These entsprechend - den unterschwelligen Willen dort zu bleiben bzw. dort zu verharren.

Wäre das Wollen groß genug, würdest du dich verändern. Veränderung hieße, aus der Komfortzone zu müssen, (vermeintliche) Sicherheit aufzugeben,


Neues ausprobieren zu müssen, Risiken einzugehen, in denen du auch scheitern könntest. Du bist vielleicht unbewusst auch nicht bereit, deinen Freiraum aufzugeben, den du dir erarbeitet hast, du müsstest andere Meinungen akzeptieren, dein Ego zurückstellen, dein Recht haben da und dort loslassen, Kompromisse eingehen oder gar riskieren, (erneut) enttäuscht zu werden.


Mitunter ist es leichter dir und der Welt zu erzählen, dass du gerne ein


e neue Partnerschaft oder einen neuen Job hättest, als dich auf all die Veränderung, die damit einherginge, einzulassen.


Etwas zu wollen, ist also eines.

 

Die Bereitschaft aus dem schnell dahingesagtem „ich will“ ein „ich muss“ zu machen, etwas anderes.

 

Was es braucht? Die Entwicklung eines Mindsets, das dich erkennen lässt, was du dafür tun muss, um an dein gewünschtes Ziel zu kommen. Eine glasklare Absichtserklärung.

Es muss richtiggehend zu einem inneren Drang werden, dafür loszugehen!

dafür erlernen? Welches Ego muss ich loslassen? An welcher Stelle darf ich auf mein Recht haben verzichten? Wo meine Form verändern?“


Absicht ist nicht, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, sondern, seine Intention klar vor Augen zu haben. Veit bringt dafür eine wunderschöne Metapher:


„Ein Fluss weiß exakt, dass er ins Meer – Hindernisse umspülend und überwindend – münden will. Ein Fluss weiß exakt, wohin es gehen soll. Er verdampft manchmal, verändert seine Form, fällt wieder als Regen an einer anderen Stelle nieder, bis das Wasser ins Meer läuft.“


 

Wenn du zu 100% determiniert bist in deiner Absicht, bist du unaufhaltbar!


 

Absicht und Bereitschaft ist eine Kombination, die dich schon am Ende deines Zieles stehen sieht. Absicht muss sich paaren mit deiner Bereitschaft, deine Form immer wieder zu verändern.

Du kannst dir oberflächlich erzählen, was du willst. Es wird dich nicht ans Ziel bringen, wenn du im Unterbewusstsein irgendwann beschlossen hast, das Gegenteil zu glauben. Zum Beispiel: Erfolg ist gefährlich. Daraus leitet dein System nämlich die Absicht ab, nicht aufzufallen, „den Ball flach zu halten“.


Zusammengefasst.

Wenn du in deinem Leben Themen schon lange verändern willst, es aber nicht tust. Im Gegenteil, dir schon Monate und Jahre erzählst, warum du es nicht änderst oder noch präzise nicht ändern kannst, dann weißt du jetzt, dass du tiefer gehen darfst.

Stelle dir folgende Fragen:


Weißt du, was du willst?

Willst du es wirklich? Wirklich!


Bist du bereit, dich dafür zu verändern oder verändern zu lassen?


Versuche in den nächsten Tagen und Wochen, vor so vielen Gesprächen wie möglich, dir deine Absicht klarzumachen.

Du stehst vor einem nächsten Teammeeting, wunderbare „Übungsmatte“. Mach dir klar, um was es gehen soll. Ist es deine Absicht verstanden zu werden, oder umgekehrt zu verstehen? Beides setzt eine andere Bereitschaft in das Meeting zu gehen voraus bzw. ein anderes Verhalten, eine andere Form. Zeige dich wandelbar, flexibel auf dem Weg, aber fokussiert und klar hinsichtlich deiner Ziele.


Formuliere deine Absicht kristallklar (für dich / eventuell auch für andere)!


Und jetzt noch eine wichtige Unterstützung – verbinde dich mit dem WOFÜR!

Wofür machst du das? Warum ist dir diese Absicht so wichtig? Was ist deine Intention? Der Hintergrund? Was möchtest du erreichen?


 

Dein Wofür oder auch Warum lässt dich deine Absicht richtiggehend spüren.


 

Wenn es nicht funktioniert, stelle dir folgende Fragen:

Wolltest du es wirklich?

Was war noch einmal dein Wofür? Hast du es präsent. Ist es stark genug?!

Stark genug, um dich dafür zu ändern oder hältst du an deiner Strategie fest?


Es ist nicht immer einfach, hinter seine eigenen Fassaden zu blicken. Wir haben gute Mechanismen entwickelt, das tunlichst zu vermeiden und für uns stimmige Argumente zu finden, warum gerade wir die Ausnahme der Regel sind.


Es tut insofern gut, diesen Blick gemeinsam zu wagen. Fragen gestellt zu bekommen, die die Fassade zum Bröckeln bringt.


Manchmal brauchen brennende Wünsche in deinem Leben, vielleicht noch den richtigen Zündstoff in Form von glasklarer Absicht & Bereitschaft. Und natürlich auch Unterstützung darin, erste unsichere Schritte zu setzen und diese im Prozess sicherer werden zu lassen.




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